Brotbackstein / Pizzastein reinigen

Bei der Reinigung eines Brotbacksteins gibt es eigentlich nicht viele Punkte zu beachten.

Dennoch unterscheiden sich die Steine je nach Material ein wenig, sodass es durchaus zu Abweichungen bei der Reinigung kommen kann.

Brotbacksteine und Pizzasteine bestehen in der Regel aus rauhem Schamottstein oder beschichtetem Cordierit. Während Schamotteplatten etwas vorsichtiger behandelt werden müssen, ist die Reinigung der glatten Oberfläche von Cordieritsteinen relativ einfach.

Hier finden Sie mehr Informationen zu den Materialien von Brotbacksteinen.

Rückstände nach dem Backen auf dem Brotbackstein

Rückstände nach dem Backen auf dem Brotbackstein

Was benötigt man für die Reinigung eines Pizzasteins

Vor der ersten Benutzung sollte der Stein einmal kurz gereinigt werden um eventuelle Produktionsrückstände zu beseitigen. Ein fuselfreies, feuchtes Tuch und etwas Wasser reichen hier vollkommen aus. Auf die Zugabe von Spülmittel kann verzichtet werden. Nachdem der Stein wieder trocken ist, kann er im Ofen aufgeheizt werden.

Nach der Nutzung muss der Stein zunächst komplett auskühlen. Andernfalls kann es zu Verbrennungen kommen. Hohe Temperaturunterschiede können zudem dazu führen, dass der Stein zerspringt.

Das Auskühlen kann durchaus etwas dauern, denn je nach Materialdicke kann die Hitze sehr lange gespeichert werden.

Grobe Verschmutzungen löst man am besten mit einem Ceranfeldschaber, die man schon für wenige Euro im Handel erhalten kann. Leichte Verschmutzungen entfernt man schnell und unkompliziert mit einer Bürste und etwas Wasser. Anschließend einmal mit einem feuchten Tuch drüberwischen und den Stein von der nächsten Nutzung trocknen lassen.

Beschichtete Steine lassen sich natürlich etwas einfacher reinigen und man kann mehr Wasser verwenden. Bei unbehandelten Steinen kann es passieren, dass sich nicht alle Rückstände beim ersten Reinigungsgang entfernen lassen. In diesem Fall sollte man die Rückstände mit warmen Wasser einweichen und anschließend mit einer groben Bürste und viel Druck arbeiten.

Problemfall Rauchentwicklung:
Bei offenporigen Backsteinen kann Öl in die Oberfläche des Steins gelangt sein. Beim Backen von Brot passiert das vermutlich nicht, bei Pizza hingegen schon. Speiseöl hat einen relativ niedrigen Rauchpunkt. Ab circa 190 Grad Celsius beginnt es zu „qualmen“.
Sollte das bei Ihnen der Fall sein, muss der Stein „freigebrannt“ werden. Im Idealfall hat der Backofen Pyrolyse-Programm, das häufig auch als Selbstreinigungsprogramm bezeichnet wird. Eine andere Möglichkeit ist das Wässern des Steins. Anschließend muss der Brotbackstein für mehrere Tage getrocknet werden.

Was darf man nicht machen?

Grundsätzlich sind Verfärbungen durch Mehl, Fett oder eingebrannte Reste nicht schlimm. Hierbei handelt es sich lediglich um einen optischen Mangel. Daher sollte man nicht zuviel Energie aufwenden um diesen nur schwer umkehrbaren Effekt zu beseitigen.

Berücksichtigen Sie daher die folgenden vier Tipps bei der Reinigung ihres Pizzasteins:

  • Edelstahlschwämme sollten nur mit Vorsicht genutzt werden, da sie die Beschichtung des Steins angreifen können.
  • Auf keinen Fall sollte ein Pizzastein in der Spülmaschine gereinigt werden.
  • Hochdruckreiniger oder Schleifpapier sollten nicht zum Einsatz kommen, da die Kräfte, die auf die Oberfläche wirken nur schwer geregelt werden können.
  • Auch der Einsatz von chemischen Reinigern sollte unterlassen werden. Eine schonende Reinigung mit einer harten Bürste und etwas Wasser ist in jedem Fall die bessere Lösung.