Gärkörbchen für selbstgemachten Brotteig

Produkt: Gärkörbchen · Schlagworte: Holzschliff, Peddigrohr

Wer gern im eigenen Backofen Brot backt, kennt das Problem: Man hat sich viel Mühe mit dem Teig gegeben, doch dann steht im Rezeptbuch, man soll den selbstgemachten Teig “gehenlassen”. Da ist guter Rat teuer. Natürlich lässt sich mithilfe des Internets schnell herausfinden, was damit gemeint ist. Spätestens jetzt fällt der Begriff Gärkörbchen.

Wir möchten an dieser Stelle einige Informationen zu diesem praktischen Helfer bündeln.

Die sogenannten Gärkörbchen gibt es in verschiedenen Formen (rund und länglich), aus unterschiedlichem Material (Peddigrohr, Holzschliff und auch aus Kunststoff) und in verschiedenen Preislagen. Sie dienen dazu, dem Teig vor dem Backen etwas Ruhe zu geben und fördern den optimalen Gärprozess. Man gibt dem Teig aber nicht nur Ruhe, sondern auch die Gelegenheit sich zu entfalten und die gewünschte Form und ein Oberflächenmuster anzunehmen.

Der Gärprozess beträgt circa eine Stunde, danach kann der Teig aus der Form entnommen werden und in den Ofen wandern. Der folgende Backprozess beginnt dann mit einer deutlich erhöhten Anfangstemperatur.

Gärkörbchen

Längliches Gärkörbchen (steffen heinz (caronna) / CC BY-SA 3.0)

Gärkörbchen für perfekte Ergebnisse

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Rundes Gärkörbchen aus Peddigrohr

Egal ob rustikales Bauernbrot oder das beliebte Paderborner – mit einem Gärkörbchen bekommt der Laib die richtige Form. Ein gutes Preisleistungsverhältnis bieten Gärkörbchen aus natürlichem Peddigrohr, die es in verschiedenen Formen gibt. Hierbei handelt es sich um ein 100-prozentiges Naturmaterial, das auch als Rattan bekannt ist. (Peddigrohr leitet sich übrigens vom miederdeutschen “paddik” ab.)

Durch die Struktur im Inneren des Körbchens erhält der Teig seine typische Konsistenz und ein schönes Muster. Die meisten Gärkörbchen sind für Brote von 700 g bis 1500g geeignet. Andere Varianten sind im Handel eher unüblich.

Die Handhabung ist ausgesprochen einfach und bedarf keiner aufwendigen Vorbereitung.

Praxistipp: Bevor der Teig in das Gärkörbchen gelegt wird, sollte das Innere des Körbchens und auch der Teig mit ausreichend Mehl bestäubt werden. (Hier braucht man nicht sparsam sein!) Sofern man es etwas rustikaler mag, kann man auch Kartoffelstärke nutzen und anschließend etwas Vollkornmehl verteilen.

Auf keinen Fall sollte man das Gärkörbchen einfetten!

Häufige Fehler bei der Nutzung eines Gärkörbchens

Die Handhabung eines Gärkörbchens ist einfach, dennoch kommt es hin- und wieder zu kleinen Ausrutschern, die jedem Hobbybäcker die Laune verderben. Daran ist jedoch selten das Gärkörbchen schuld.

Grundsätzlich gilt: Es geht nicht ohne Mehl. Die “Experten” streiten sich darüber welche Menge oder welcher Typ, ob mit oder ohne Kartoffelstärke. Aber Mehl nutzt jeder von ihnen!

Woran liegt es also, wenn der Teig an der Innenwand des Gärkörbchens haftet?

Das liegt das in der Regel daran, dass zu wenig Mehl ins Gärkörbchen gestäubt wurde. Es kann auch vorkommen, dass die Gare noch zu feucht war – dann haftet der Teig ebenfalls an der Korbwand.

Anders verhält es sich bei Gärkörbchen aus Plastik. Hier isoliert keine dicke Korbwand und es kann vorkommen, dass ganze Teile des Teigs kleben bleiben. Das ist ein wenig Glückssache und hängt auch mit der Zimmertemperatur zusammen. (Ein ungeeigneter Standort zum Gehenlassen ist zum Beispiel auf oder neben der Heizung.) Neben der Wahl des Standorts sollte man auch über die Anschaffung eines Leinenbezugs nachdenken.

Warum sollte man ein Gärkörbchen aus Naturmaterial nutzen?

Die traditionellen Gärkörbchen, die wir auch heute noch schätzen, haben spezielle gärtechnische Eigenschaften. Auch mit der modernen Verarbeitungstechnik kann man diese Eigenschaften nicht durch Kunststofftprodukte nachbilden. Überdies haben sich die Peddigrohr- und Holzschilffkörbchen einfach bewärt, denn sie sind einfach zu nutzen und auch zu reinigen. Und das das ermöglicht einen sehr hygienischen Einsatz! Die Kunststoffform wird gemeinhin als die hygienischere Variante betrachtet. Doch die geringe Hitzebeständigkeit bietet Schimmelsporen einen Nährboden.

Wer braucht ein Gärkörbchen?

Für wenig Geld bekommt man einen kleinen Küchenhelfer, der zu schönen Backergebnissen verhilft. Doch man kann natürlich auch einfach eine große Schüssel zum gehenlassen nutzen. Daher richtet sich ein Gärkörbchen vorwiegend an den ambitionierten Hobbybäcker, der mehrmals im Monat selber Brot herstellt und die Form entsprechend häufig nutzt.

Insbesondere die Form und Struktur des Brotes verändern sich bei der Nutzung eines Gärkörbchens spürbar – was das Herz eines jeden Hobbybäckers höher schlagen lässt … Nicht ohne Grund gehören die ovalen und runden Gärkörbchen zu den Verkaufsschlagern bei Amazon.

Reinigung eines Gärkörbchens

Gärkörbchen aus Peddigrohr für selbstgemachten Brotteig

Längliches Gärkörbchen aus Peddigrohr

Die Reinigung des Gärkörbchens ist mit wenig Aufwand verbunden. Nachdem man das frische Brot entnommen hat, sollte man dem Körbchen etwas Zeit zum auskühlen und trocknen geben. Anschließend kann man mit einer handelsüblichen Bürste Teigreste entfernen. Auf Spülmittel sollte man verzichten und auch eine Reinigung in der Spülmaschine ist nicht zweckmäßig.

Gelegentlich kann man das Gärkörbchen bei 120 Grad Celsius für circa 45 Minuten in den Ofen stellen. Durch diese Behandlung werden eventuell vorhandene Bakterien und Schimmelsporen zuverlässig abgetötet.

Gärkörbchen Alternativen

Wer nur gelegentlich ein Brot backen möchte, für den lohnt sich die Anschaffung eines Gärköbchens nicht unbedingt. Das ist sicherlich eine Frage des eigenen Perfektionismus. Der Eine braucht es unbedingt, der Andere findet es eher überflüssig.

Eine gute Alternative zum Gärkörbchen ist die Nutzung eines Salat- oder Nudelsiebs. Natürlich kann man auch eine ausreichend große Schüssel nehmen. (Es entsteht hierbei jedoch kein so schönes Muster wie beim Gärkörbchen.)

Da Schüsseln und Siebe ind er Regel aus Kunststoff sind, muss diese mit einem Leinentuch oder einem fusselfreiem Geschirrtuch auslegen und mit ein wenig Mehl bestäuben. Auch die Nutzung von Mullwindeln ist möglich.

Vorteile solcher Gärkörbchen

  • Hergestellt aus Naturmaterial.
  • Gibt dem Brot seine typische Form und ein schönes Muster.
  • Super einfache Handhabung.

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