Viele Dinge, die früher selbstverständlich waren, halten heute wieder Einzug in unseren Alltag. Dazu gehört neben dem Selber Backen auch das bewusstere Einkaufen. Lieber regional und so wenig Verpackungsmüll wie möglich ist die Devise.
Hierzu passt das Comeback vom sogenannten Brotbeutel, der vorwiegend zum Transport von Brot und Brötchen genutzt wird. Grundsätzlich ist auch das Aufbewahren von Brot möglich. In erster Linie hilft ein solcher Beutel aber dabei Verpackungsmüll einzusparen. Im Grunde handelt es sich hierbei lediglich um einen waschbaren Beutel. Häufig handelt es sich um ein Leinen-Baumwoll-Gemisch.

Was ist ein Brotbeutel?
Ein Brotbeutel ist ein Stoffbeutel in dem Brot und Brötchen transportiert und gelagert werden können. Durch die Nutzung dieses wiederverwendbaren Beutels lassen sich eine Menge Papiertüten einsparen. Denn in der Regel wird das Brot beim Bäcker oder der Backstation eingepackt und zu Hause dann „umgelagert“ – also entweder in einem Brottopf oder einer Brottasche aufbewahrt, eingefroren oder zügig aufgebraucht. Nur die Papiertüte erfüllt keinen weiteren Zweck mehr.
Im Unterschied zu einem „normalen“ Beutel sind viele Brotbeutel aus Bio-Fasern produziert und frei von Farbstoffen. Je nach Stoff können die Brotbeutel auch mit passenden Motiven bedruckt sein. Leinensäcke für Brot lassen sich jedoch schlechter bedrucken, als Stoffe mit hohem Baumwollanteil.
Unnötige Verpackungen vermeiden
Mit einem Brotbeutel setzt man ein klares Statement: Weniger Papier- beziehungsweise Papiertüten mit Kunststoffsichtfenster und zurück zu Altbewährtem. Der Trend zur Vermeidung von Verpackungen hält zum Glück an und es gibt in vielen Städten bereits Unverpackt-Läden und auch viele lokale Bäcker unterstützen die Nutzung eines Brotbeutels.
Mitunter ist es nicht so gern gesehen, wenn der eigene Beutel mitgebracht wird. Die Verkäufer*innen können Brot und Brötchen jedoch auch in den Beutel legen ohne das die Hygiene beeinträchtigt wird. Es kommt natürlich immer auf den Willen zur Mitarbeit an. Durch einen Brotbeutel wird ressourcenschonenderes Einkaufen ermöglicht – trotzdem ist es manchmal notwendig die Funktion des Beutels zu erklären.
Die Vorteile eines Brotbeutels
- Wiederverwendbar und spart daher Verpackungsmüll
- Waschbar und unverwüstlich
- Günstiger und platzsparender als ein Brottopf/Brotkasten
Besonders beliebt ist dieses Set mit zwei unterschiedlichen großen Brotbeuteln aus Leinen.
Brot im Brotbeutel lagern
Brot richtig aufzubewahren ist keine Wissenschaft. Kleinere Mengen Brot lassen sich auch ohne Brottopf frisch halten, denn auch eine Lagerung im Brotbeutel ist möglich. Hierfür eignen sich die Leinenbeutel sogar deutlich besser, als die Papiertüten vom Discounter. Das Brot sollte im Beutel bei Zimmertemperatur gelagert werden.
Für Leinen spricht, dass es relativ viel Feuchtigkeit aufnehmen kann und atmungsaktiv ist. Nicht grundlos kommt es auch als Teigtuch zum Einsatz und schützt vor Austrocknen. Ein großes Bäckerleinen kann auch problemlos zum einschlagen von Brot verwendet werden.
Brot aufbewahren - kurz und knapp
Ein frisches Brot sollte im Idealfall in einem sauberen, luftdichten und trockenen Behälter gelagert werden. Brot sollte nie in einer Plastiktüte oder einer Plastikbox aufbewahrt werden, denn dort findet kein Luftaustausch statt. Die Bildung von Schimmel ist dann nur eine Frage der Zeit.
Welches Material für den Brotbeutel?
Die meisten Brotbeutel bestehen zu circa 70 Prozent aus Leinen. Durch den Baumwoll-Anteil sind sie etwas weicher und besser formbar, sodass sie sich leichter falten und transportieren lassen. Im Zweifel kommt es immer drauf an, woher der Stoff kommt und wie er weiterverarbeitet wurde. Eher selten sind Brotbeutel aus Hanf gefertigt. Der Vorteil bei Hanfbeuteln ist die höhere Belastbarkeit. Soll der Beutel also auch gelegentlich für Obst und Gemüse verwendet werden, ist ein robusterer Stoff wie Hanf oder Leinen die bessere Wahl.
Sehr beliebt sind diese beiden Brotbeutel-Sets:
Im Vergleich mit Brotbeuteln aus Baumwolle sind Leinen und Hanf deutlich gröber und robuster. Aber auch Baumwolle kann Feuchtigkeit aufnehmen.
Sehr günstiges Leinen oder Mischgewebe hat häufig eine geringere Webdichte oder war in der Produktion mit vielen Chemikalien in Berührung. Das gilt natürlich auch für sehr günstige Brotbeutel. Wenn ein Brotbeutel nur wenige Euro kostet, ist es fraglich, ob der Stoff von hoher Qualität ist und in der Produktion hohe Maßstäbe in jeder Hinsicht angelegt wurden.
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Wie groß sollte ein Brotbeutel sein?
Je nach Einkaufsverhalten kann zwischen kleinen, mittleren oder großem Beutel gewählt. Brötchen nehmen etwas mehr Platz im Beutel weg, als ein Brot. Für klebrige Gebäckteilchen ist ein Brotbeutel nicht geeignet.
Gängige Größen sind
- 20 x 25 cm
- 25 x 30 cm (optimal für „normale“ Brotgrößen)
- 30 x 40 cm (für Brötchen)
Reinigung eines Brotbeutels
Brotbeutel aus Baumwolle und Leinen können problemlos gewaschen und auch gebügelt werden. Leinen sollte beim Bügeln noch etwas feucht sein. Beim Waschen sollte ein schonendes Waschmittel verwendet werden – Weichspüler ist tabu. Leinen ist in der Regel bei 30 Grad waschbar. Mischgewebe sind häufig bis 40 Grad Celsius waschbar. Brote und Brötchen mit Ölsaaten können Flecken im Beutel hinterlassen, die sich nicht herauswaschen lassen.
Wo kann man Brotbeutel kaufen?
Im lokalen Einzelhandel sind Brotbeutel eher selten anzutreffen. Häufiger gibt es Beutel für Obst und Gemüse, die jedoch in der Regel aus Baumwolle gefertigt sind. Im Internet ist die Auswahl deutlich größer. Häufig ist jedoch nicht klar aus welchem Material die Brotbeutel gefertigt sind oder die Angaben sind schlicht falsch. (Bei Teigtüchern wird auch häufig mit Leinen geworben, aber die Tücher kommen aus Asien und sind aus Baumwolle gefertigt.)
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Tasty bread loaf in reusable zero waste linen bread bag on woode @ CharMoment via depositphotos.com